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Site franco-allemand relatif au jumelage des communes françaises de Entrammes, Forcé et Parné sur Roc avec la commune allemande de Rosendahl, depuis le 4 octobre 1970/Deutsch-französische Internetseite der Partnerschaft zwischen der deutschen Gemeinde Rosendahl und den französischen Gemeinden Entrammes, Forcé und Parné sur Roc

Nachbericht Partnerschaftsbegegnung 2017
On-line gesetzt am 4. Juni 2017
von Monika
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Besuch der französischen Freunde im Departement Mayenne bei strahlendem Sonnenschein

Am Christi Himmelfahrts Wochenende begaben sich wieder 151 Rosendahler auf den Weg in die Partnergemeinden Entrammes, Forcé, und Parné sur Roc. Mit drei Bussen und einer beachtlichen Anzahl von Privatwagen erreichten alle das Ziel, den Salle de Fête in Entrammes, wo sie von ihren französischen Freunden bei strahlendem Sonnenschein empfangen und in die Arme geschlossen wurden.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Partnerschaft auf französischer Seite, Jean- Marc Desnoë, fand auch die Vorsitzende auf Rosendahler Seite, Monika Klein, die passenden Worte zum Start der Partnerschaftsbegegnung 2017.
Sie stellte dabei besonders den aktuellen dreimonatigen Aufenthalt der 15jährigen Laurine aus Parné in Holtwick in den Vordergrund. In einem Dialog stellten Laurine und ihre Austauschpartnerin Merle, 14, die Vorzüge eines Aufenthalts mit Schulbesuch im Rahmen des Programms Brigitte Sauzay vor und warben so für weitere Nachahmer in den kommenden Jahren.

Im Anschluss widmete sich Monika Klein in ihrer Rede noch intensiv dem Leitmotiv 2017. Hier ein Auszug:

" Das Motto der diesjährigen Begegnung lautet: „Und du, woher kommst du?“. Diese Frage haben sich Merle und Laurine sicherlich auch schon gestellt. Diese Frage gehört zu unserem Alltag. Sie begleitet uns z.B. auf Reisen, nach einem Umzug, wenn man neu im Ort ist, im neuen Job oder auch bei einem Schulwechsel. In Entrammes, Forcé, Parné sur Roc und Rosendahl hören wir Teilnehmer der Begegnung diese Frage nur noch selten. Weil aus Fremden längst Freunde geworden sind.
Um so spannender ist es für uns alle, seit 2015 den Bogen wieder weiter zu spannen und neue Menschen aus mitunter ganz fremden Kulturen bei uns in Europa aufzunehmen. Das verlangt von uns Hilfsbereitschaft und viel finanzielle Hilfe. Und es verlangt von uns Mut, Offenheit und Stärke, aber auch die Kraft, Wiederstand zu leisten gegenüber extremen Kräften in unseren Ländern: seien sie nationalistischer, rassistischer oder schlimmstenfalls sogar terroristischer Natur.
Wir alle in Europa müssen Farbe bekennen – heute mehr denn je. Multikulti: ja. Aber es muss auch weiterhin möglich und erlaubt sein, frei und selbstbestimmt in unserer offenen christlich geprägten Wertegemeinschaft zu leben. Dazu gehört vor allem Respekt von allen Beteiligten (Neuankömmlinge und Bewohner) und der Wille, Integration aktiv zu leben.
2017 und 2018 finden viele wichtige Wahlen statt. Wir haben es in der Hand, das Verbindende unter uns zu betonen. EUROPA – das bedeutet Einigkeit in der Vielfalt. Mit ganz viel Platz für verrückte positive Ideen."

Nach dem Mittagessen in den Gastfamilien hatte die Abtei La Coudre in Laval alle Teilnehmer zu einem Besuch eingeladen. In Gruppen führten Schwestern durch das beeindruckende Kloster und pflanzten am Grabe der Gründerin Marie- Elisabeth Piëtte, die in Darfeld in den Trappistenorden eingetreten war und nach der Rückkehr in Frankreich im Jahre 1816 ein neues Trappistinnenkloster aufgebaut hatte, einen aus Rosendahl mitgebrachten Rosenstock. Welche Symbolkraft der deutsch-französischen Verbundenheit!

Am späten Nachmittag führte eine Theatergruppe, bestehend aus Franzosen/innen und 12 Flüchtlingen die Neufassung eines Teils der Trilogie ´´Les Suppliants´´ auf. Einleitende Worte zu diesem Theaterstück und zum Leitthema der Begegnung 2017 fanden die beiden Vorsitzenden. Siehe auch unter "Herunterladen".
Verfasst wurde diese Tragödie von dem berühmten griechischen Autor Aischylos, der sich bereits 500 Jahre vor Christi Geburt mit der politischen Ordnung beschäftigte.

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Les Danaïdes supplient le prince grec... de les accueillir!

Nach einem bewegenden Gottesdienst in der Kirche der Abtei, in dem auch der Verstorbenen des vergangenen Jahres gedacht wurde, lud die Gemeinschaft der Schwestern zu einem Umtrunk in den Park des Klosters ein. Dabei kamen die Teilnehmer aus Frankreich und Deutschland noch mal intensiv ins Gespräch mit den Darstellern des Theaterstücks vom Nachmittag. Das war sehr bereichernd für alle Beteiligten.

Am Freitagvormittag befassten sich die Teilnehmer der Begegnung in vier unterschiedlichen Gruppen mit verschiedenen Fragestellungen der Flüchtlingsproblematik. Rege Diskussionen zeigten, dass dieses Thema auf beiden Seiten auf großes Interesse stößt. Hierzu verweisen wir auf die extra Artikel auf dieser Website.

Am Nachmittag gab es zwei unterschiedliche Standorterkundigungen. Während Familien mit Kindern unter fachkundiger Anleitung die Ausstellungsfiguren des Freilichtmuseums Robert Tatin in Cossé le Vivien näher gebracht wurden, erkundeten etwa 200 Teilnehmer das in seiner Art einzigartige Milchmuseum Lactopôle in Laval. Dieses Museum hat sich nicht nur der Vermittlung des Themas Milch (Produktion, Weg der Milch/Milchprodukte vom Bauern bis in den Supermarkt) an die junge Generation auf die Fahnen geschrieben, sondern führt auch durch die Unternehmensgeschichte eines der größten Unternehmen der Region: LACTALIS. Das familiengeführte Unternehmen, das im Jahre 1933 von Monsieur Besnier gegründet wurde und mit einer kleinen Molkerei startete (hergestellt wurden ausschließlich Camembert und Butter), ist heute ein weltweit anerkannter Milchgigant und hat 75.000 Mitarbeiter. LACTALIS bietet eine große Anzahl von Produkten im Einzelhandel an, die aus Milch hergestellt werden und die auch uns Deutschen sehr vertraut sind.

Der Abend klang mit einem buntem Programm im Salle de Fête von Villiers Charlemagne aus, wo bis weit nach Mitternacht das Stimmungsbarometer auf ``Hoch`` stand.

Am Samstag entdeckten die Teilnehmer mit ihren Gastgeberfamilien in Eigenregie interessante Ziele in der näheren und teilweise auch weiteren Umgebung der Partnerorte. Hier eine Auswahl: eine stramme 9 km lange Wanderung bei 32° Celsius durch die Mayenne, Besuch der mittelalterlichen Stadt Sainte-Suzanne, Fahrt zum Berg und zur Abtei Mont St. Michel in der Normandie, Besuch der Höhlendorfer in Rochemennier und von Weingütern an der Loire.

Familienzeit vor der prächtigen Kulisse der Altstadt von Sainte-Suzanne

Wie gewohnt fiel allen der Abschied am Sonntagmorgen schwer. Die ersten Tropfen, die nach dem sonnendurchfluteten Wochenende fielen, entsprachen den Tränen, die viele nicht zurückhalten konnten.

Autorin: Maria Mussinghoff, 2. Vorsitzende

Information:
Links unter "Herunterladen" finden sich vier Berichte aus der Allgemeinen Zeitung, Lokalteil Rosendahl. In ihnen kann man die intensive Auseinandersetzung mit dem Motto der Begegnung ablesen, aber auch schöne deutsch-französische Begegnungen und Erlebnisse, die die einzelnen Teilnehmer miteinander hatten. Diese Geschichten schreibt nur die Partnerschaft und machen sie so unverwechselbar.

Die Artikel hat der Rosendahler Jungredakteur Tom-David Rademacher angefertigt, der uns erstmals mit nach Frankreich begleitet hat und gleich angetan war vom Geist unserer lebendigen Partnerschaft. DANKE, Tom!

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