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Site franco-allemand relatif au jumelage des communes françaises de Entrammes, Forcé et Parné sur Roc avec la commune allemande de Rosendahl, depuis le 4 octobre 1970/Deutsch-französische Internetseite der Partnerschaft zwischen der deutschen Gemeinde Rosendahl und den französischen Gemeinden Entrammes, Forcé und Parné sur Roc

Workshop 3: Vorurteile gegenüber Migranten - berechtigt oder nicht?
On-line gesetzt am 5. Juni 2017
von Monika
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Der dritte Workshp befasste sich mit folgender Fragestellung:
Vorurteile gegenüber Migranten - berechtigt oder nicht?

Ein bekannter französischer Komiker schrieb bereits vor 50 Jahren: "Ich mag die Ausländer nicht, sie kommen und essen das Brot der Franzosen..." Auf Basis solcher Klischees untersuchten und analysierten französische und deutsche Teilnehmer bestehende Vorurteile gegenüber Migranten auf ihre Berechtigung hin.

Das französische Partnerschaftskomitee hatte zur Unterstützung der Diskussion 94 Folien in einer Powerpoint-Präsentation zusammgestellt. Diese sind unter "Herunterladen" einsehbar. Dabei entwickelte der Workshop eine sehr interessante Dynamik.


Franz-Josef Barenbrügge und Lothar Hentz aus Rosendahl haben ihre Eindrücke entsprechend zusammengefasst:

3% der Weltbevökerung leben nicht im eigenen Land. 15% der Flüchtlinge kommen nach Europa. Der Rest geht in Länder mit gleichem Standard.

Die Rosendahler, allen voran Bürgermeister a.D. Franz-Josef Niehues, berichten, dass in Rosendahl Flüchtlinge schon lange sehr real sind und "zum Alltag" gehören. Sie leben in Wohnhäusern verteilt innerhalb der Gemeinde.

Das beeindruckt unsere französischen Freunde sehr, und es wird als ein signifikantes Unterscheidungsmerkmal definiert.

Schon in den siebziger Jahren kamen die ersten Flüchtlinge ("Asylanten") nach Rosendahl. Sie wurden nicht in Ghettos untergebracht, sondern fanden in Häusern ein menschenwürdiges Zuhause. Das hat sich etabliert. In den neunziger Jahren wurde mit der gleichen Zahl an Flüchtlingen wie heute gearbeitet, und auch diese Flüchtlinge lebten in Wohnungen und Häusern mitten unter uns. Die Bürger haben sich an das Bild gewöhnt und es gibt keine Anfeindungen.

Vielleicht ein Grund: die geringe Arbeitslosenquote von aktuell nur 2-3% in der Region Münsterland. Nur wenige haben das Gefühl, dass ihnen etwas weggenommen wird.

Hinzu kommt der enorme Einsatz ehrenamtlicher Helfer in Rosendahl. Irmgard Hentz berichtet von ihrem Alltag als Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe. Flüchtlinge in Darfeld, die aus dem Irak, Iran,Syrien, Eritrea und Nigeria kommen, leben trotz ihrer religiösen Unterschiede friedlich zusammen.

Anhand der Diskussion treten unterschiedliche Herangehensweisen zu Tage:

  • In Frankreich liegen die Flüchtlinge zahlenmäßig weit hinter den deutschen Zahlen zurück.
  • Bedingt durch die Ghettoisierung ist eine Integration in Frankreich nicht zu erwarten.

Anhand der Detailinformationen (94 Folien der Präsentation) konnten wir uns einen guten Überblick verschaffen. Viele Beispiele wurden angeführt, um die Angst in der französischen Bevölkerung darzulegen.

Weitere erstaunliche Beispiele aus anderen Ländern werden angeführt: in Algerien liegt die Arbeitslosenquote bei 30%. Gleichzeitig sind 130.000 chinesische Schwarzarbeiter im Land, die dort Autobahnen bauen.

Es wird lebhaft diskutiert über wichtige Aspekte wie das Kirchenasyl (Handhabung in Deutschland) und konkrete Beispiele der Anerkennung von Asylanträgen.

Zum Schluss noch ein Zitat von Albert Einstein: „Es ist leichter, ein Atom zu zerstören, als Vorurteile.“

Vielen Dank an das französische Team für diesen Workshop und an Cathrin Vorst für die spontane Übersetzung der lebhaften geführten Diskussion zwischen Deutschen und Franzosen.


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